Das Projekt
  PETER HOFMANN PARKINSON FORSCHUNGSPROJEKT

Das Forschungsprojekt umfasst wissenschaftliche Untersuchungen zum Thema:
Die Rolle von körpereigenen Stammzellen bei der Parkinson Krankheit

Gerade neue, unkonventionelle Forschungsansätze haben oft mit Finanzierungsproblemen zu kämpfen. Mit den Spendengeldern sollen erste, überzeugende Ergebnisse gefördert werden, so dass anschließend die Forschung intensiviert werden kann. Ziel der Forschungsarbeiten ist es, Hinweise für neue Therapieansätze zu finden, die das Fortschreiten der Krankheit aufhalten können.

Stammzellen - Der Schlüssel zur Behandlung der Parkinson Krankheit?
Es waren Studien an Singvögeln in den 80er Jahren, die eine Erforschung der Neubildung von Nervenzellen (Neurogenese) im zentralen Nervensystem inspirierten. 1983 entdeckten Wissenschaftler, dass neue Nervenzellen im Gehirn von erwachsenen Singvögeln produziert und für das Hervorbringen neuer Liedbestandteile benötigt werden. Bei Säugetieren wird die Bildung von Stammzellen im Gehirn erwachsener Tiere (adulte Neurogenese) erst seit etwas mehr als 10 Jahren als gegeben akzeptiert. Mehrere Studien wiesen Neurogenese bei erwachsenen Mäusen nach. Diese findet vor allen in zwei Zonen des Gehirns statt: der sogenannten subventrikularen Zone und der subgranulären Schicht im Gyrus dentatus des Hippocampus. Heute weiß man, dass diese Zonen beim Menschen sehr ähnlich aufgebaut sind und dort ebenfalls neuronale Stammzellen existieren (Abb. 1-2).

Wäre es möglich, untergegangenes Gehirngewebe an Ort und Stelle zu reparieren, indem solche zellproduzierenden Zonen durch Medikamente dazu angeregt werden, die abgestorbenen Nervenzellen zu ersetzen? Noch ist eine solche Therapiemöglichkeit Zukunftsmusik, aber die Basis dafür ist vorhanden, so dass sich inzwischen immer mehr Wissenschaftler der Erforschung dieser Vorgänge widmen.

Bevor die Neurogenese im Erwachsenengehirn für therapeutische Zwecke genutzt werden kann, müssen noch viele Fragen beantwortet werden. Es ist noch nicht ausreichend geklärt, wie und warum sich unter natürlichen Bedingungen neue Nervenzellen bilden und diese über erstaunlich weite Distanzen wandern, um dann in schon bestehende Schaltkreise einzuwachsen, ohne einen "Kurzschluss" im Informationsfluss im Gehirn zu erzeugen.

FORSCHUNGSERGEBNISSE

Die Arbeitsgruppe des Peter Hofmann Parkinson Forschungsprojektes hat eine ganze Reihe interessanter und teilweise auch überraschender Ergebnisse in internationalen Fachzeitschriften veröffentlicht und ganz neue Ansätze für die Therapieforschung gefunden. So hat sich unser Verständnis von der Rolle des Dopamins für körpereigene Reparaturmechanismen und für die Bildung neuronaler Stammzellen verbessert. In diesem Jahr konnten wir zeigen, dass Nervenzellen im Gehirn von Parkinson Patienten aus noch unbekannten Gründen Zellteilungsprozesse einleiten, in deren Verlauf sie abstreben. Damit wurde ein weiterer Puzzlestein für das Verständnis der ursächlichen Prozesse von Parkinson gefunden.

Informationen zu den Forschungsergebnissen im Detail finden Sie auf der Folgeseite.

 

Abb. 1
Abb. 1: Stammzelle im Hippocampus eines erwachsenen Menschen

Abb. 2
Abb. 2: Nervenzellen (blau), die sterben (rot) können durch neue Zellen (grün) in unmittelbarer Nachbarschaft ersetzt werden.

  DIE ARBEITSGRUPPE
Das Peter Hofmann Parkinson Forschungsprojekt hat in der Arbeitsgruppe für Experimentelle Neurologie an der Philipps-Universität Marburg unter der wissenschaftlichen Leitung von PD Dr. Günter Höglinger ein engagiertes Team qualifizierter Mitarbeiter gefunden. Direktor der Klinik für Neurologie und Mit-Initiator des Projektes ist Prof. Dr. Wolfgang Oertel. Zusammen mit seinen Mitarbeitern behandelt er an Parkinson erkrankte Patienten und betreut zahlreiche Forschungsvorhaben und klinische Studien, die auf eine bessere Diagnose und Therapie der Erkrankung zielen.

HELFEN SIE MIT!

Wir möchten an dieser Stelle allen Spendern ausdrücklich für die Unterstützung unserer Forschungsarbeiten und das in uns gesetzte Vertrauen bedanken. Jeder Euro kommt der Forschung zugute. Wenn auch Sie unsere Suche nach einer Parkinson Therapie fördern möchten, finden Sie hier alle Informationen zum Spendenkonto.

Ihre Ansprechpartner
Sie haben Fragen zum Peter Hofmann Parkinson Forschungsprojekt? Dann schreiben Sie bitte an
Dr. Regina Wick: projekt@peterhofmann.com

Sie interessieren sich für die wissenschaftlichen Publikationen der Arbeitsgruppe, haben Fragen zu den Forschungsergebnissen oder Vorschläge für fachliche Kooperationsprojekte? Dann wenden Sie sich bitte direkt an:
PD Dr. Günter Höglinger
Biomedizinisches Forschungszentrum (BMFZ)
Experimentelle Neurologie
Hans Meerwein Str.
35043 Marburg
Tel: 06421-28-66088
Guenter.Hoeglinger@med.uni-marburg.de